Beschreibung
Frontmann Brian Fallon macht klar, wo er mit seiner Band hin möchte, nämlich mehr als „...nur eine Fußnote in der Musikgeschichte sein.“. Als eindrucksvollen Beleg für diese weder großspurigen noch überheblichen Worte präsentiert das US-Quartett sein drittes Album American Slang. Es braucht nur wenige Momente um heraus zufinden, dass die 2005 in New Brunswick / New Jersey gegründete Rockgruppe einen wohl sehr erfolgreichen Weg gehen wird, denn diese Album verbindet die Gesten des Stadionrocks mit Punk. Vielleicht würde Bruce Springsteen ja so klingen wie The Gaslight Anthem, hätte er wie die Jungs aus der Nähe von New York einen Punk-Hintergrund. Der Name Springsteen fällt fast zwangsläufig, denn beim englischen Glastonbury Festival 2009 kam der Boss auf die Bühne, als Gaslight Anthem ihrer Song „The `59 Sound“. Das sollte sich anderenorts wiederholen, und umgekehrt kam Fallon auf Springsteens Bühne, um „No Surrender“ mitzusingen. Nebenbei gingen Gaslight Anthem mit der Punk-Legende Social Distortion auf Tour. Sie und Springsteen bilden so etwas wie Klammern, die den Sound und die Haltung von Gaslight Anthem zusammen halten. Und der ist geprägt von Energie, dieser Ärmelhochkrempeln-Attitüde, echten Gefühlen und einem geerdeten Denken. Hymnisch, dynamisch und leidenschaftlich sind die Power-Pop-Songs auf American Slang, sie preschen immer nach vorne und klingen dabei weder grobschlächtig noch feinsinnig. Sie leben von ihrer Kraft, von viel Kraft, auch in den Momenten, wo einen Gang zurück geschaltet wird. Den einzigen Fehler, den Gaslight Anthem machen können, wäre abzuheben und die eigenen Wurzeln zu kappen. Dann, aber nur dann droht die Fußnote. - Sven Niechziol