Beschreibung
(Bezieht sich auf Blu-ray UK-Importversion)
Ich war sehr gespannt auf "The Mist" nach den überwiegend guten Kritiken. Die Ausstattung der UK-Importversion ist ordentlich, inklusive entfallener Szenen und "Making-Of"-Beiträge. Die Bildqualität ist meiner Meinung nach in Ordnung, aber nicht überragend.
Einigermaßen erstaunt hat mich jedoch die auf der zweiten Scheibe enthaltene Schwarzweißfassung, die dem Regisseur wohl sehr wichtig war, deren Sinn sich mir aber nicht erschließt. Warum sollte ich mir einen in Farbe gedrehten Film in Schwarzweiß ansehen? Soll ein Film dadurch künstlerisch wertvoller werden? Und wenn jemand das unbedingt möchte, kann er doch auch einfach die Farbe am Fernseher herausnehmen und braucht dazu keine eigene Scheibe.
Wie auch immer, den Film selbst fand ich ordentlich, auch dank des überraschenden Endes, aber nicht mehr. Ich hatte mir mehr hintergründigen Psychohorror erhofft und weniger Gemetzel mit zwar technisch gut getricksten, aber leider auch irgendwie unfreiwillig komischen außerirdischen Ekeltierchen. Ich finde es auch grundsätzlich sympathisch, wenn keine der sogenannten "Topstars" mit von der Partie sind, aber Thomas Jane fand ich in der Hauptrolle einfach nicht markant genug, und die Rolle von Marcia Gay Harden als durchgeknallte religiöse Fanatikerin wurde meiner Meinung nach solange überstrapaziert, bis sie nur noch genervt hat.
Ich fand den Film einigermaßen spannend, solange keine Monster zu sehen waren und die Handlung sich auf die eingesperrten, verängstigten Menschen konzentrierte, die auf unterschiedliche Art versuchten, mit der bedrohlichen Situation umzugehen . Immer jedoch, wenn die Viecher zu sehen waren, bekam das Ganze für mich einen eher "billigen" Splatter-Charakter. Diese beiden Elemente zusammengemischt haben leider kein richtig gutes Ganzes ergeben. Wer sich perfekte "Monster-Action" mit atemloser Spannung und wirklich angsteinflößenden Gegnern ansehen möchte, sollte lieber zu Klassikern wie den ersten 3 Teilen der "Alien"-Reihe oder "Predator" greifen. Was die Idee mit dem Nebel angeht, finde ich auch heute noch "The Fog" von John Carpenter gruseliger, trotz einiger B-Film-Merkmale. Umso erfreulicher, dass der Regisseur beim Ende von "The Mist" dann doch eher mutig und ungewöhnlich vorging.